Nü yue ji ming 女曰雞鳴
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 169f.
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Hans Bethge (1876–1946): Rache
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"Weh!" lallte sie. "Hörst du den Hahn, der ruft?" 'Nein', sprach er, 'nein' die Nacht ist schwarz und tief, Das war des Hahnes Stimme nicht, Geliebte ...' "Ich fleh dich an, steh auf, zieh die Gardinen Beiseit und frag den Himmel, süsser Freund!" Er sprang empor: 'Weh uns! Der Morgenstern Steigt schon am Horizonte bleich herauf ...!' "Die Morgenröte -," flüsterte sie bang, "Nun musst du fort! Wie soll ich das ertragen? Ha! Eh du gehst, nimm Rache an dem Unhold, Der uns so grausam auseinanderreisst! Nimm deinen Bogen, schiesse diesen Pfeil Dem Hahn ins Herz!"–
in: Bethge, Hans. Die chinesische Flöte. Nachdichtungen chinesischer Lyrik. Leipzig: Insel Verlag, 1920. p. 5. –
in: Bethge, Hans. Die chinesische Flöte. Nachdichtungen chinesischer Lyrik. Leipzig: Insel Verlag, 1923. p. 5. –
in: Strasser, Charlot. Das Drachenpferd. Chinesische Dichtungen, Betrachtungen darüber. Zürich, New York: Verlag Oprecht, 1942. p. 25f. –
in: Oehlke, Waldemar. Chinesische Lyrik und Sprichwörter. Bremen-Horn: Walter Dorn-Verlag, 1952. p. 40.
Adaption of stanza 1. -
Johann Cramer : Rache nach der Flucht
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Es kräht der Hahn, sprach sie, Er darf noch nicht, sprach er. Es graut der Tag, sprach sie, O nein, mein Kind, sprach er. Steh' auf, mein Lieb, und schau, Ob nicht der Morgen grau', Der Morgenstern geht auf, Beginnt des Tages Lauf. Zum Scheiden ist es Zeit! Beginn von unserm Leid, Das ist der Hahn, in Eil' Triff ihn mit einem Pfeil!–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 64. -
Günther Debon (1921–2005): Das Mädchen sagt Schon kräht der Hahn
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in: Debon, Günther. Mein Haus liegt menschenfern, doch nah den Dingen. Dreitausend Jahre chinesischer Poesie. München: Eugen Diederichs Verlag, 1988. p. 54. -
Albert Ehrenstein (1886–1950): Der Schreihals
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in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 23.
excerpt. -
Jochen Kandel : Der Hahn kräht
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in: Kandel, Jochen. Sinesisches Liebesbrevier. Gedichte aus dem alten China. Würzburg: Selbstverlag, 1995. p. 52. -
Heide Köser : Die Frau sagt "der Hahn kräht"
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 74f. -
Ernst Meier (1813–1866): Rache
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Sie sprach: es kräht der Hahn! Er sprach: noch ist es Nacht, Der Tag noch nicht erwacht. Steh auf, sprach sie, und schau! Der Tag ist nicht mehr fern, Schon kommt der Morgenstern! Die Scheidestund' ist da, Das Scheiden thut jetzt Noth; Doch schieß den Hahn mir todt!–
in: Meier, Ernst. Morgenländische Anthologie. Klassische Dichtungen aus der sinesischen, indischen, persischen und hebräischen Literatur. Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, 1875. p. 14.
Adaption of stanza 1. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Flucht und Rache
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Sie sprach: Es kräht der Hahn. Er sprach: Er darf noch nicht. Sie sprach: Der Tag bricht an. Er sprach: O nein, mein Licht! Steh auf, steh auf, und schaue, Ob nicht der Himmel graue! Auf geht der Morgenstern, Der Tag ist nicht fern. Auf! es ist Zeit zu scheiden: Enteil! auf triff in Eil Den Anfang uns'rer Leiden, Den Hahn mit dem Pfeil!–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 95. –
in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 12. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Im Morgendämmer
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Sie sprach: Es kräht der Hahn. Er sprach: Er darf noch nicht. Sie sprach: Der Tag bricht an. Er sprach: O, nein, mein Licht. Steh auf und schaue, Ob nicht der Morgen graue! Auf geht der Morgenstern; Der Tag ist nicht mehr fern. Auf, es ist Zeit zu scheiden, Entflieh und triff in Eil Den Anfang unsrer Leiden, Den Hahn mit einem Pfeil!–
in: Sekles, Bernhard (ed.). Aus dem Schi-King. Leipzig: D. Rahter, 1907. p. 5f.
Adaption of stanza 1. -
Adolph Schulze : No title ("Der Hahn hat gekräht, spricht die Frau")
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in: Rheden, Peter (ed.). Chinesisch-deutsche Gedichte. Eine Zusammenstellung aus verschiedenen Quellen. Zweiter Teil: Zweites ausführliches Literaturverzeichnis – Mit Zitaten zu den Kapiteln: Chinesische Poesie, Literatur, Kultur, Gymnasial-Programm-Abhandlung aus dem XXIX. Jahresbericht des f.b. Vinzentinums in Brixen, Südtirol. Brixen: Verlag des f. b. Vinzentinums, 1904. p. 34. -
Victor von Strauß (1809–1899): No title ("Die Frau die sagt: Da kräht der Hahn")
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Die Frau, die sagt: "Da kräht der Hahn!" Der Mann, der sagt: "Kaum Dämmerung wacht!" "Steh auf, mein Herr, beschau die Nacht! Der Morgenstern erglänzt in Pracht. Drum rege dich, drum rühre dich, Und geh' zur Gäns'- und Entenjagd. Und schossest du und tragest du, So richt' ich dir's geziemend zu, Geziemend trinken wir den Wein, Ich geh' mit dir ins Alter ein, Es klingen Laut' und Harfe drein, Und nicht fehlt Eintracht und Gedeih'n!–
in: Oehlke, Waldemar (ed.). Seele Ostasiens. Chinesisch-japanischer Zitatenschatz. Berlin: F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung, 1941. p. 80. –
in: Fink-Henseler, Roland W. (ed.). Brevier fernöstlicher Weisheit. Sprichwörter, Aphorismen und Gedichte aus Japan und China. Bayreuth: Gondrom Verlag, 1984. p. 87. -
Victor von Strauß (1809–1899): Die gute Hausfrau
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Die Frau die sagt: "Da kräht der Hahn!" Der Mann der sagt: "Kaum Dämmrung wacht!" - "Steh auf, mein Herr, beschau die Nacht! Der Morgenstern erglänzt in Pracht. Drum rege dich, drum rühre dich, Und geh zur Gäns- und Entenjagd. "Und schossest du und trafest du, So richt ich dirs geziemend zu, Geziemend trinken wir den Wein, Ich geh mit dir ins Alter ein, Es klingen Laut und Harfe drein, Und nicht fehlt Eintracht und Gedeihn. "Und weiß ich, wen du möchtest bei dir haben, Mit Gurtgehängen will ich sie begaben; Und weiß ich, daß sie williglich erschienen, Von meinen Gurtgehängen schenk ich ihnen; Und weiß ich, daß sie sich dir lieb gesellten, Mit Gurtgehängen will ich es vergelten."–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 161. –
in: Gundert, Wilhelm. Lyrik des Ostens. München: Carl Hanser Verlag, 1952. p. 239.
女曰鷄鳴,士曰昧旦。 子興視夜,明星有爛。 將翱將翔,弋鳧與鴈。 弋言加之,與子宜之。 宜言飲酒,與子偕老。 琴瑟在御,莫不靜好。 知子之來之,雜佩以贈之。 知子之順之,雜佩以問之。 知子之好之,雜佩以報之。