Zi yi 緇衣
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 160f.
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Johann Cramer : Freude am schwarzen Hoforden
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Er trägt Tag aus, er trägt Tag ein Sein schwarzes Hofmannskleid; Und mag's auch abgetragen sein, Es thut ihm doch nicht leid. Ich mach' ihm selbst ein neues dann, Ich näh' es und ich füge dran Viel glänzendes Geschmeid. Er legt an allen Tagen an Sein schwarzes Hofmannskleid; Ich seh' es mit Behagen an, Die Andern nur mit Neid. Sie neiden ihm wohl nicht das Kleid, Nein, nein, sie tragen darum Neid, Weil er ein schöner Mann. An allen Tagen geht er aus Im schwarzen Hofgewand; Drin kommt er zu mir in mein Haus, Und bringt ein Liebespfand. Von seiner Liebe zeugt es mir; Ach, blieb' er doch nur immer hier! Sein Stand treibt ihn nach Haus. Er ziehet an wohl jeden Tag Das schwarze Hofmannskleid, So wie die Sonn' sich neigen mag, Ist er von mir nicht weit. Er legt's ab, wenn herein er tritt, Und geht er, nimmt er's wieder mit, So macht er's Tag um Tag. An all und jedem Tag er trägt Sein schwarzes Hofgewand; Was drüber ich in mir gehegt, Das ist ihm unbekannt: So wie das Kleid er abgelegt, Behalt' ich es in strenger Wacht, Dann bleibt er Tag und Nacht.–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 60f. -
Albert Ehrenstein (1886–1950): Einfall
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Er trägt an allen Tagen Sein schwarzes Hofmannskleid; Und ist es abgetragen, So ist es ihm nicht leid; Ich mach ihm gern ein neues, Ich näh und überstreu es Mit glänzendem Geschmeid Er trägt an allen Tagen Sein schwarzes Hofmannskleid; Ich seh es mit Behagen, Die andern sehn's mit Neid. Ihr neidet nicht das Kleid, Ihr traget schweren Neid, Weil ihr so schön nicht seid Wie er, mein Lustgeschmeid. Er trägt an allen Tagen Sein schwarzes Hofgewand. Er bringt – ich darf nicht klagen – Mir jeden Tag ein Pfand, Ein Pfand von seiner Liebe; Wenn er nur länger bliebe! Das wehret ihm sein Stand. Er trägt an allen Tagen Sein schwarzes Hofgewand. Und kommt – ich will nicht klagen – So oft der Abend schwand. Legt's ab, so wie er naht; Und wenn er geht, dann hat Ein neues er von meiner Hand. Er trägt an allen Tagen Die schwarze Hofmannstracht. Ich will es ihm nicht sagen, Was ich mir ausgedacht: Wenn er das Kleid legt nieder, So geb ich's ihm nicht wieder, Dann bleibt er Tag und Nacht.–
in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 24f. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Die Freude am schwarzen Hofrock
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Er trägt an allen Tagen Ein schwarzes Hofmannskleid; Und ist es abgetragen, So ist es ihm nicht leid; Ich mach' ihm selbst ein neues, Ich näh' und überstreu' es Mit glänzendem Geschmeid. Er trägt an allen Tagen Ein schwarzes Hofmannskleid; Ich seh' es mit Behagen, Die andern sehn's mit Neid. Ihr neidet nicht das Kleid ihm, Ihr traget darum Neid ihm, Weil ihr so schön nicht seid. Er trägt an allen Tagen Ein schwarzes Hofgewand. Er bringt – ich darf nicht klagen – Mir jeden Tag ein Pfand, Ein Pfand von seiner Liebe; Wenn er nur bei mir bliebe! Das wehret ihm sein Stand. Er trägt an allen Tagen Ein schwarzes Hofgewand, Und kommt – ich darf nicht zagen – So oft ein Abend schwand. Ablegt er's, wie er nahet; Und wenn er geht, empfahet Er's neu aus meiner Hand. Er trägt an allen Tagen Die schwarze Hofmannstracht. Ich will es ihm nicht sagen, Was ich mir ausgedacht: Wenn er das Kleid legt nieder, So geb' ich's ihm nicht wieder, Dann bleibt er Tag und Tag.–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 89f. –
in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 11f. –
in: Oehlke, Waldemar. Chinesische Lyrik und Sprichwörter. Bremen-Horn: Walter Dorn-Verlag, 1952. p. 25f. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Das schwarze Hofmannskleid
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Er trägt an allen Tagen Sein schwarzes Hofmannskleid; Und ist es abgetragen, So ist es ihm nicht leid. Ich mach ihm selbst ein neues Und näh und überstreu es Mit glänzendem Geschmeid. Er trägt an allen Tagen Sein schwarzes Hofgewand; Er kommt, ich darf nicht klagen, So oft ein Abend schwand, Abgelegt er's, wenn er nahet, Und wenn er geht, empfahet Er's neu aus meiner Hand. Er trägt an allen Tagen Die schwarze Hofmannstracht. Ich will es ihm nicht sagen, Was ich mir ausgedacht. Wenn er das Kleid legt nieder, So geb ich's ihm nicht wieder, Dann bleibt er Tag und Nacht.–
in: Sekles, Bernhard (ed.). Aus dem Schi-King. Leipzig: D. Rahter, 1907. p. 11. -
Victor von Strauß (1809–1899): Ergebenheitsbezeugungen des Volks für den Fürsten Wu (773-742)
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Das schwarze Kleid, wie steht es ihm so schicklich! Ist's abgetragen, so erneu'n wir's augenblicklich. Auf! geh'n wir zu des Herrn Palast und Saale, Und senden, heimgekehrt, dem Herrn Gerichte hin zum Mahle. Das schwarze Kleid, wie steht's ihm so erfreulich! Ist's abgetragen, so erneuen wir's getreulich. Auf! geh'n wir zu des Herrn Palast und Saale, Und senden, heimgekehrt, dem Herrn Gerichte hin zum Mahle. Das schwarze Kleid, wie steht es ihm so füglich! Ist's abgetragen, so erneu'n wir's unverzüglich. Auf! geh'n wir zu des Herrn Palast und Saale, Und senden, heimmgekehrt, dem Herrn gerichte hin zum Mahle.–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 153.
緇衣之宜兮,敝予又改為兮。 適子之館兮,還予授子之粲兮。 緇衣之好兮,敝予又改造兮。 適子之館兮,還予授子之粲兮。 緇衣之蓆兮,敝予又改作兮。 適子之館兮,還予授子之粲兮。