Yuan shi 怨詩

by Ban Jieyu 班婕妤 (48 BC–6 BC)

Dynasty: Han 漢 (206 BC–220 AD)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Hanshi 漢詩 2.116f.

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  • Albert Ehrenstein (1886–1950): Der Herbstfächer
    in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 403.
  • Alfred Forke (1867–1944): Der Fächer
    Aus einem Seidenstücke zart, Wie Schnee und Reif, so weiss, Der Fächer hier geschnitten ward, Rund wie des Vollmonds Kreis. Im Aermel und im Busen auch Mein Herr ihn mit sich führt. Es weht ihn an ein kühler Hauch, Wenn seine Hand ihn rührt. Doch ach! schon kommt die Sonnenwend', Ein frischer Herbstwind weht. Der Sommer ist nunmehr zu End', Die Sonnengluth vergeht. Den armen Fächer fasst mein Herr, Wirft in den Kasten ihn, Denn er hat seine Gunst nicht mehr Und seine Zeit ist hin.

    in: Forke, Alfred. Blüthen chinesischer Dichtung. Magdeburg: Commissionsverlag: Faber'sche Buchdruckerei, A. & R. Faber, 1899. p. 11.
    in: Oehlke, Waldemar. Chinesische Lyrik und Sprichwörter. Bremen-Horn: Walter Dorn-Verlag, 1952. p. 45.
  • Otto Hauser (1876–1944): Der Fächer
    O Seidenfächer du, so zart und licht! Rauhreif und Winterschnee sind weißer nicht. Zur holden Gabe für den Freund bestellt, Rund wie der helle Mond am Himmelszelt! Daheim und draußen sollst du mit ihm sein, Ihm sanfte Kühlung wehn, bedarf er dein. Doch wenn der kühle Herbst dann kommt ins Land, Und rauher Wind verlöscht des Sommers Brand, Dann achtlos wirft er in den Schrein dich wohl, Erloschner Liebe trauriges Symbol.

    in: Brandes, Georg. Die chinesische Dichtung von Otto Hauser. Mit 9 Vollbildern in Tonätzung. Berlin W.: Marquardt Co., Verl.-Anst. G.m.b.H., 1905. p. 28.
    in: Hauser, Otto. Chinesische Gedichte aus der Han-, Tang- und Sung-Zeit. Übersetzt und eingeleitet von Otto Hauser, Aus fremden Gärten 58. Weimar: Alexander Duncker Verlag, 1917. p. 10.
  • Manfred Hausmann (1898–1986): Der Fächer
    in: Hausmann, Manfred. Hinter dem Perlenvorhang. Frankfurt a. M.: S. Fischer Verlag, 1954. p. 68.
    in: Hausmann, Manfred. Hinter dem Perlenvorhang. Frankfurt a. M.: S. Fischer Verlag, 1956. p. 68.
  • Klabund (1890–1928): Der Fächer
    Wie fiel im Sommer Reif auf meines Dorfes Dächer? So weiß wie Reif und Schnee ist dieser Seidenfächer. Ihn schickt ein Mädchen aus der Landschaft U, Er fächle dir Erinnerungen zu... Wenn einst der Reif in deinen Gärten liegt Und Winterwind die dürren Äste biegt – Bedarfst des Frühlingsfächers du nicht mehr ... O sprich: Wirfst du ihn dann so achtlos weg - wie mich?

    in: Klabund. Das Blumenschiff. Berlin: Erich Reiss Verlag, 1921. p. 58.
    in: Klabund. Dichtungen aus dem Osten. Bd. II China: Chinesische Lyrik. Wien: Phaidon-Verlag, 1929. p. 15.
  • Klabund (1890–1928): Wie fiel im Sommer Reif
    in: Korth, Michael (ed.). Schöner Jüngling, mich lüstet Dein. Liebesgedichte von Frauen. Frankfurt a. M.: Eichborn Verlag, 1988. p. 131.
  • Mau-Tsai Liu (1914–2007): Das Klagelied
    in: Liu, Mau-Tsai. Chinesische Liebe, chinesischer Wein. Gedichte aus China mit einer Einführung in die chinesische Dichtkunst. Bonn: Georg Romberg, 1989. p. 74.
  • Ernst Schwarz (1916–2003): Der runde Seidenfächer
    in: Schwarz, Ernst. Von den müßigen Gefühlen. Chinesische Liebesgedichte aus drei Jahrtausenden. Leipzig, Weimar: Verlag Gustav Kiepenheuer, 1978. p. 25.
  • Richard Wilhelm (1873–1930): Der Fächer im Herbst
    Neu und zart aus weißer Seide, Rein wie Schnee und frisches Eis Ist des Fächers heitre Scheibe, Wie des Vollmonds klarer Kreis. Weilet stets dem Herrn zur Seite, Kühlen Wind ihm fächelnd zu. Doch es kommt des Herbstes Kühle, Sommers Hitze geht zur Ruh – Und der Fächer entgleitet der Hand, Treue Liebe ihr Ende fand.

    in: Gundert, Wilhelm. Lyrik des Ostens. München: Carl Hanser Verlag, 1952. p. 258.
  • Erwin von Zach (1872–1942): Das Lied von der Kränkung
    Vor kurzem habe ich mir ein Stück weisser Seide aus dem Lande Ch'i abgeschnitten, das rein weiss wie Frost oder Schnee war. Daraus habe ich zur Erinnerung unserer vollkommenen (gegenseitigen) Liebe einen Fächer gemacht, der rund ist wie der helle Mond. Dieser Fächer wird an Deiner Brust oder in Deinem Ärmel aufbewahrt und daraus entnommen werden; und in Bewegung gesetzt wird er eine leichte Brise erzeugen. Stets bin ich besorgt, dass mit Erscheinen des Herbstes ein kalter Wind die Sommerhitze vertreibt. Dann wirst Du diesen Fächer in einen Koffer werfen, und Deine Gunst und Liebe wird auf halbem Wege ihr Ende gefunden haben.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 478.

新裂齊紈素。鮮潔如霜雪。 裁為合歡扇。團團似明月。 出入君懷袖。動搖微風發。 常恐秋節至。涼飈奪炎熱。 棄捐篋笥中。恩情中道絕。