Min yu xiao zi 閔予小子
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 738f.
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Johann Cramer : Lieder des unmündigen Kaisers Tsching-Wang, 1. "Mein Alter kurz, mein Leiden lang"
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Mein Alter kurz, mein Leiden lang, Ich, des Geschlechts verlornes Glied, Verlassen von dem Vater! Mein Vater aber hochverehrt, Er zeigte sich der Väter werth, Wie hielt zu ehren ich zurück den Drang?! Im Kaiserhause wohn' ich nun; Mag draus ich gehn, mag drin ich ruhn, Der Väter Glanz ich überdenk' Und stets ich die Gedanken lenk', Frommsinnig sie zu preisen, Ob's Tag, ob's Nacht mag heißen. Wie würdig der Bewunderung Die Kaiser, wo ich nun so jung Sitz' auf dem Thron, wo sie gesessen! Als schlimmes Thun erkenn' ich's an, Als Sünde gar und Thoreswahn, Könnt' ich sie je vergessen!–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 245f. -
Albert Ehrenstein (1886–1950): Der junge Kaiser Tsching-Wang spricht
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in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 98. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Lieder des unmündigen Kaisers Tsching-Wang, 1. "Von Jahren klein, von Leide groß"
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Von Jahren klein, von Liebe gross, Ich meines Stamms beraubter Spross, Von meinem Vater früh verlassen – Wie war mein Vater ehrenwerth, Wie hat die Väter er geehrt, Wie sollt' ich ihn zu ehren unterlassen! – Ich wohne nun im Kaiserhaus; Doch ob ich eingeh' oder aus, Mit Andacht richt' ich die Gedanken Auf meiner Väter Glanz und Macht; Davon am Tag und in der Nacht In frommer Scheu lass' ich den Sinn nicht wanken. Wie würdig der Bewundrung sind Die Kaiser, die, wo ich das Kind Nun sitze, thronend einst gesessen! Ich achtete für Mißgeschick Und Sünde jeden Augenblick, Wo ich sie wagen könnte zu vergessen.–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 342f. –
in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 37. -
Victor von Strauß (1809–1899): König Tschhing's erstes Ahnenopfer nach der Trauerzeit
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Bekümmert bin ich kleines Kind; Unfertig fiel das Haus mir zu, – In meinem Schmerz allein gelassen. O mein verklärter Vater du, Du übelst Sohnspflicht immerzu. Du hielt'st im Sinn den hohen Ahnen, Der im Palast geht aus und ein. Und so will auch ich kleines Kind Bei Tag und Nacht voll Ehrfurcht sein. O du erhabnes Königspaar, Vergessen will ich nie, daß ich dein Folger war.–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 487. -
Peter Weber-Schäfer (1935–2019): Die Gebete des Königs Ch'eng, 1. "Mitleid mir, dem Kinde"
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in: Weber-Schäfer, Peter. Altchinesische Hymnen aus dem 'Buch der Lieder' und den 'Gesängen von Ch'u'. Köln: Verlag Jakob Hegner, 1967. p. 126.
閔予小子 ,遭家不造,嬛嬛在疚。 於乎皇考,永世克孝。 念茲皇祖,陟降庭止。 維予小子,夙夜敬止。 於乎皇王,繼序思不忘。