Za shi san shou (1) "Zhi shi xi ri duan" 雜詩三首 (其一) "志士惜日短"

by Fu Xuan 傅玄 (217–278)

Dynasty: Jin 晉 (266–420)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Jinshi 晉詩 1.569f.

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  • Erwin von Zach (1872–1942): Gedicht ohne besonderen Titel
    Der tätige (ehrgeizige) Mann bedauert die Kürze des Tages; der Kummervolle kennt die Länge der Nacht. Mit aufgerafftem Gewande gehe ich über den Hof vor dem Hause; ich blicke empor zur Wildgans, die nach Süden fliegt. Ihr dunkler Schatten bewegt sich zusammen mit ihrer Gestalt; ihre Schreie während des Fluges widerhallen in meiner öden Kammer. Wie milde weht die kühle Brise! Im Westen erscheint die schmale Mondsichel. Zahlreiche Sterne funkeln am dunklen Himmel; die einzelnen Sternbilder treten scharf umrissen hervor. Zikaden zirpen in hohen Bäumen; Vögel der Wildnis rufen ausserhalb der östlichen Mauer. Dünne Wolken scheinen manchmal aufzutauchen; dicke Tautropfen befeuchten mein Gewand. Eine schöne Stunde kann nicht verlängert werden (auch sie muss vorübergehen); das Nördliche Scheffel ist plötzlich aus seiner Höhe herabgesunken (es beginnt zu tagen). Stets fürchte ich, dass die kalte Jahreszeit eintritt und die Luft sich zu Frost verdichtet. Die welken Blätter werden vom Winde zu Falle gebracht; einmal vom Baume getrennt (kehren sie nicht mehr dahin zurück), ebensowenig wie die Zeit jemals zurückkehrt.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 531.

志士惜日短。愁人知夜長。 攝衣步前庭。仰觀南鴈翔。 玄景隨形運。流響歸空房。 清風何飄颻。微月出西方。 繁星衣青天。列宿自成行。 蟬鳴高樹間。野鳥號東廂。 纖雲時髣髴。渥露沾我裳。 良時無停景。北斗忽低昂。 常恐寒節至。凝氣結為霜。 落葉隨風摧。一絕如流光。