Duan ge xing "Dui jiu dang ge" 短歌行 "對酒當歌"

by Cao Cao 曹操 (155–220)

Dynasty: Han 漢 (206 BC–220 AD)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Weishi 魏詩 1.349.

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  • Erwin von Zach (1872–1942): Schnell gesungenes Lied
    Wie kurz ist doch das Leben, um sich bei Wein und Gesang zu unterhalten! Es erinnert an den Morgentau; die verflossenen Tage sind leider gar viele. Wenn man traurig ist, muss man sich aufzuraffen suchen; trübe Gedanken sind schwer zu vergessen. Womit kann man den Kummer vertreiben? Dafür gibt es nur den zuerst von Tu K'ang gekelterten Wein. Blau war der Kragen Deines Gewandes (das Du als Student trugest); obwohl Du jetzt weit entfernt bist, denke ich doch Deiner (noch immer) voll Sehnsucht. Nur der unvergesslichen Freundschaft wegen summe ich bis jetzt noch [Deinen Namen] gedankenverloren. (Im Buch der Oden, Legge IV 245) wird uns von Hirschen erzählt, dass sie einander freundlich rufen, wenn sie in der Wildnis würzige Kräuter finden. Wenn Du zu mir kämest und mein herrlicher Gast würdest, würde ich sicher Dich durch Musik zu erfreuen suchen (Legge IV 246). Wann könnte man nach der Helle des Mondes greifen? Meine Sehnsucht kommt aus dem Innern und kann ebesowenig ergriffen oder ausgerissen werden. Ich hoffe daher, Du wirst über alle (schwierigen) Wege zu mir kommen und Dich herablassen, mich aufzusuchen und zu trösten. Nach langer Trennung können wir dann wieder zusammen sprechen und trinken; denn mein Herz erinnert sich immer wieder Deiner alten Liebe. Jetzt beim hellen Mondschein sind nur wenige Sterne zu sehen; Raben und Elstern fliegen nach Süden (d.h. viele Leute fliehen vor den Unruhen nach Süden). Dreimal fliegen sie um den Baum (im Süden) herum auf der Suche nach einem Zweig, wo sie sich niederlassen können (d.h. Du hast noch keinen sicheren Zufluchtsort gefunden; komme daher zu mir). (Mein Ehrgeiz, den Menschen zu helfen, ist so gross) wie ein Berg, der keine Handvoll Erde zurückweist, um höher zu werden; oder wie das Meer, das keinen Tropfen Wasser verschmäht, um tiefer zu werden (d.h. wer sich mir anschliesst, ist willkommen). (Ich will gegen jedermann freundlich sein) wie Chou-kung (BD No. 418), der sein Essen wieder ausspie (um dem Besucher Rede zu stehen); dann wird auch mich das ganze Reich verehren.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 478f.

對酒當歌。人生幾何。 譬如朝露。去日苦多。 慨當以慷。憂思難忘。 何以解憂。唯有杜康。 青青子衿。悠悠我心。 但為君故。沉吟至今。 呦呦鹿鳴。食野之苹。 我有嘉賓。鼓瑟吹笙。 明明如月。何時可掇。 憂從中來。不可斷絕。 越陌度阡。枉用相存。 契闊談讌。心念舊恩。 月明星稀。烏鵲南飛。 繞樹三匝。何枝可依。 山不厭高。海不厭深。 周公吐哺。天下歸心。 對酒當歌。人生幾何。 譬如朝露。去日苦多。 慨當以慷。憂思難忘。 以何解愁。唯有杜康。 青青子衿。悠悠我心。 但為君故。沈吟至今。 明明如月。何時可掇。 憂從中來。不可斷絕。 呦呦鹿鳴。食野之苹。 我有嘉賓。鼓瑟吹笙。 山不厭高。水不厭深。 周公吐哺。天下歸心。