Qin nü xiu xing 秦女休行
Dynasty: Cao Wei 曹魏 (220–265)
Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Weishi 魏詩 5.410.
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Alfred Forke (1867–1944): Nü-hsiu
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Wenn man hinan zum Westthor steigt, Des Tsin Clans Heim von fern sich zeigt. Ein Mägdlein wuchs aus diesem Stamme, Voll Anmuth, Nü-hsiu war ihr Name. Als kaum ihr fünfzehnt Jahr anfing, Sie ihr Geschlecht zu rächen ging. Man sah ein Schwert in ihrer Linken, Den Speer in ihrer Rechten blinken. Am Ostthor sie den Todfeind fand, Hin sank er, auf sie zugewandt. Fort musst' sie ins Gebirge eilen, Nach Westen floh sie vier, fünf Meilen. Am Pass herrscht sie die Wache an. Nü-hsiu bekennt, was sie gethan: "Die als Yen's Fürstin dagestanden, Hält man im Kerker jetzt und Banden." "Wie reich sonst meine Kleidung war! Jetzt fehlt mir Rock und Umhang gar. Allein ich weiss, wer Blut liess fliessen, Den Mord muss mit dem Tode büssen." "Der ält're Bruder trieb zur That, Der jüng're ernst gewarnt mich hat, Jedoch mein Haus ich rächen wollte, Und wenn dafür ich sterben sollte." Weil sie am Markt verübt den Mord, Schleppt man sie durch die Gassen fort, Nach Osten sie zum Richtstuhl führend: Nü-hsiu naht zitternd, kettenklirrend. Gesellen zwei zu jeder Seit': Man hält's fünffüss'ge Schwert bereit, Schon will es fall'n, da horch! man rühret Die Trommeln: Gnad' ist dekretiret.–
in: Forke, Alfred. Blüthen chinesischer Dichtung. Magdeburg: Commissionsverlag: Faber'sche Buchdruckerei, A. & R. Faber, 1899. p. 96f.
始出上西門。遙望秦氏廬。 秦氏有好女。自名為女休。 休年十四五。為宗行報讐。 左執白楊刃。右據宛魯矛。 讐家便東南。仆僵秦女休。 女休西上山。上山四五里。 關吏呵問女休。女休前置辭。 平生為燕王婦。於今為詔獄囚。 平生衣參差。當今無領襦。 明知殺人當死。兄言怏怏。 弟言無道憂。女休堅詞為宗報讐。 死不疑。殺人都市中。 徼我都巷西。丞卿羅東向坐。 女休悽悽曳梏前。兩徒夾我持刀。 刀五尺餘。刀未下。膧朧擊鼓赦書下。