Jiu yu 九罭
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 302f.
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Johann Cramer : Festlied bei des Fürsten Heimkehr
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Zugleich das Netz ist breit und schmal, Läßt ein, doch nicht heraus den Aal. Wie festlich strahlt der Gast, der heut Uns seinen Anblick hat geweiht, Von Golde starret ganz sein Kleid, Von Perlen ohne Zahl. Der Reiher hin und her wohl fliegt Nach allen Inseln hoch vergnügt. Manch andern Sitz der Fürst ja hat, Doch wählt er hier die Ruhestatt, Mit Fest und Schmaus geehrt, Ist Ehr' auch dir beschert. Wohl hin und her ist Reihers Flug, Macht jedem Teiche den Besuch. Doch wenn der Gast, der dich erfreut, In deinem Hause Glanz verstreut, Dich nun verläßt nach kurzer Zeit, Wer bringt ihn dann zurück? Wie freut sein Antlitz uns so sehr, Und deine Kleider hell und hehr! O, unsern Fürsten lieb und werth, Der hier zu bleiben noich begehrt, O, ruft ihn nicht zurück, Und stört nicht unser Glück!–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 113f. –
in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 42f. -
Heide Köser : Das engmaschige Netz
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 134. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Gastlied bei der Einkehr des Fürsten
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Das Netz ist breit, das Netz ist schmal; Hinein geht, nicht heraus, der Aal. Wie herrlich glänzt der Gast, der heut Mit seinem Anblick uns erfreut, Sein Kleid mit Gold bestreut, Mit Perlen ohne Zahl. Der Reiher flieget her und hin, Nach allen Inseln steht sein Sinn. Hat nicht der Fürst manch andres Haus? Indessen ruht er bei dir aus, Geehrt mit Fest uns Schmaus, Es ist dir zum Gewinn. Der Reiher flieget hin und her, Und jeden Teich besuchet er. Wenn erst der Gast, der bei dir weilt, Und deinem Hause Glanz entheilt, Von dannen weiter eilt, Wer bringt ihn wieder her? Wie freuet uns dein Angesicht, Wie freun uns deine Kleider licht! O, unsern Fürsten werth und hoch, Der bei uns will verweilen noch, Ruft ihn zurück nicht doch! Betrübet so uns nicht!–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 161f. -
Victor von Strauß (1809–1899): Des Tscheu-Fürsten Weilen im Ostlande und sein Rückberufung
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Im neunmal weiten Fischernetz sind Karpf' und Schlei'. Nun sehen wir den hohen Herrn Im Königskleid mit Stickerei! – "Die Wildgans fliegt um Inselein. Kehrt nicht der Fürst zum Platz, der sein? Bei euch noch einmal spricht er ein. "Die Wildgans fliegt zum Hochland her. Der Fürst geht ohne Wiederkehr; Bei euch noch einmal rastet' er." – O darum hat er dieses königliche Kleid! O nicht gescheh's, daß unser Fürst von hinnen scheid'! O nicht bereit' er unsern Herzen dieses Leid!–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 249. -
Wilhelm Michael Treichlinger (1902–1973): No title ("In dem neunfach geteilten Sackgarn")
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in: Treichlinger, Wilhelm Michael. Shu ist jagen gegangen. Chinesische Gedichte aus dem Schi-King.. Zürich: Verlag der Arche, 1948. p. 20.
九罭之魚,鱒,魴。 我覯之子,袞衣繡裳。 鴻飛遵渚,公歸無所,於女信處。 鴻飛遵陸,公歸不復,於女信宿。 是以有袞衣兮,無以我公歸兮,無使我心悲兮。