Yong chu san nian qi yue shi liu ri zhi jun chu fa du shi 永初三年七月十六日之郡初發都詩
by Xie Lingyun 謝靈運 (385–433)
Dynasty: Liu Song 劉宋 (420–479)
Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Songshi 宋詩 2.1159.
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Erwin von Zach (1872–1942): Am 16. Tage des 7. Monats des 3. Jahres der Regierungsperiode Yung-ch'u (422 n. Chr.) breche ich gerade von der Hauptstadt Nanking auf, um mich nach Yung-chia-chün (Chekiang) auf meinen Posten als Präfekt zu begeben
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Mit der Abschiedsaudienz (vor Antritt des neuen Postens; Legge II 159) wartete ich bis nach Ablauf der heissen Jahreszeit; als mein Ruderboot für die Reise bereit war, war aus dem Sommer auch schon Herbst geworden. Die Herbstwässer erschienen bei Sonnenuntergang durchsichtig; das Hsin-Sternbild erglänzte nachts am Herbsthimmel und der Morgentau bildete dicke Tropfen. Wer würde mir in meinem Mühsal Sympathie zeigen, angesichts der weiten Reise, die ich gegen Ende des Jahres antreten muss? Ich werde (in der Fremde) schon froh sein wenn ich Leuten begegne, die meinen Freunden ähnlich sehen, wie dies Chuang[-tzu] erzählt von der Erinnerung an alte Freunde (Texts of Taoism II 93); denn je länger die Freundschaft dauert, desto grösser wird die Achtung, wodurch auch Tseng[-tzu] seine alten Freunde zu erhalten wusste. Wie gross ist doch meine Sehnsucht nach der Heimat! Wegen dieser Sehnsucht wandere ich nur ungern in die Ferne. Li Mu (mit seinen kurzen Armen) schämte sich seiner langen Ärmel; Chio K'o war wegen seines Hinkens beim Gehen verlegen. Trotzdem trafen diese beiden Männer eine günstige Zeit, wurden verwendet und nicht verworfen; obwohl sie körperliche Fehler hatten, wurden sie nicht verachtet. Auch ich bin ein Minderwertiger und habe daher schon frühzeitig Neigungen zu einem Leben (als Eremit) ausserhalb der grossen Welt gezeigt. Glücklicherweise lebte ich in der Regierungszeit eines erlauchten Monarchen und empfing die gnädige Anteilnahme des einsichtsvollen [Prinzen von Lu-ling]. Irrtümlicherweise schätzte man mich als wäre ich der Edelstein des Herzogs von Chao; und ich war durchaus nicht von ähnlichem Nutzen wie der Flaschenkürbis, den der König von Wei [dem Hui-tzu gab] (Texts of Taoism I 172). Seitdem ich Beamter bin, sind allmählich 24 Jahre vergangen; jetzt erst (auf meiner Reise nach Yung-chia) werde ich Gelegenheit haben, an meiner Heimat (Shih-ning) vorüberzukommen. Ich will dann in meiner Heimat alle Berg- und Meerlandschaften erforschen und für immer den Verkehr mit meinen Freunden abbrechen.–
in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 454f.
述職期闌暑。理棹變金素。 秋岸澄夕陰。火旻團朝露。 辛苦誰為情。遊子值頹暮。 愛似莊念昔。久敬曾存故。 如何懷土心。持此謝遠度。 李牧愧長袖。郤克慚躧步。 良時不見遺。醜狀不成惡。 曰余亦支離。依方早有慕。 生幸休明世。親蒙英達顧。 空班趙氏璧。徒乖魏王瓠。 從來漸二紀。始得傍歸路。 將窮山海迹。永絕賞心悟。