Ni wei tai zi ye zhong ji shi ba shou (5): "Liu zheng" 擬魏太子鄴中集詩八首 (其五): "劉楨"
by Xie Lingyun 謝靈運 (385–433)
Dynasty: Liu Song 劉宋 (420–479)
Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Songshi 宋詩 3.1183.
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Erwin von Zach (1872–1942): In Nachahmung des Stiles des Ts'ao P'i verfasse ich acht Gedichte über die (beim Bankett) in Yeh[-ch'eng] versammelten Gäste: Liu Cheng
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Er war ein ungewöhnlich hervorragender Mann, der überdies einen kräftigen Pinsel führte; sein Stil war sowohl klassisch wie originell. In Armut lebte ich ruhig in meinem Dorfe; meine Jugend verbrachte ich in Tung-p'ing-hsien (das zu Yen-chou gehört). Yen-chou am Huangho besitzt eine strategisch wichtige Lage (ist daher immer ein Zentrum von Kämpfen gewesen); auf meiner Flucht (vor den Kämpfen in meiner Heimat) erreichte ich Hsü [-chou], die Hauptstadt [von Wei]. Ein breiter Strom weigert sich nicht einen kleinen Nebenfluss aufzunehmen; so kam es, dass ich unter den hervorragenden Männern des kronprinzlichen Hofes Aufnahme fand. Im Norden überschritten wir (auf unseren Ausflügen) die Li-yang-Furt; im Süden bestiegen wir die Stadtmauer von Chi[-nan] und Ying. Während ich diese historischen Plätze betrachtete, begriff ich gar sehr die Verhältnisse, die Frieden oder Krieg herbeiführten. Zusammen mit meinen guten Freunden erörterte und erklärte ich [diese politischen Probleme]; in meinen häufigen Berichten (Legge III 37) an den Prinzen verwendete ich die Erfahrungen die ich im Leben gewonnen hatte. Umsomehr da ich die Sympathie des erlauchten Prinzen erworben hatte; da er grosses Vertrauen mir schenkte, fühlte ich dass ich gerne mein Leben hingeben würde (um seine Gnade zu vergelten). Von Morgen bis Abend, wenn Rinder und Schafe heimkehrten, wanderten wir umher; abends unterhielten wir uns bei den Banketten, bis morgens die Hühner ihren Ruf ertönen liessen. Das ganze Jahr hindurch (nicht etwa nur einen Tag) habe ich den Becher gehoben und neue Lieder vorgetragen. Einst war ich vom Schicksal nicht begünstigt, dagegen sind jetzt meine Wünsche nach Glück und Freude befriedigt. Ich beneide nur den Vogel um seine kräftigen Schwingen, mit denen er den hohen Himmel erreicht (d.h. in meinem Glücksgefühl möchte ich auffliegen).–
in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 572f.
卓犖偏人。而文最有氣。 所得頗經奇。 貧居晏里閈。少小長東平。 河兖當衝要。淪飄薄許京。 廣川無逆流。招納廁群英。 北渡黎陽津。南登宛郢城。 既覽古今事。頗識治亂情。 歡友相解達。敷奏究平生。 矧荷明哲顧。知深覺命輕。 朝遊牛羊下。暮坐括揭鳴。 終歲非一日。傳巵弄清聲。 辰事既難諧。歡願如今并。 唯羡肅肅翰。繽紛戾高冥。