Jian jia 蒹葭

by Anonymous (Shijing)

Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)

Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 241f.

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  • Johann Cramer : Die Suchende, die nicht findet
    Das Feld, es grünt noch immer fort, Doch fahl ist's hier und dort: Noch immer, immer fällt der Thau, Doch zeigt als Reif er sich schon rauh, Und den ich suche, weilt gewiß In dieses Thales Gründen, Doch kann ich ihn nicht finden. Ich geh' das Thal wohl auf und ab; War hier ich, dort er Antwort gab, Und war ich dort, so rufte er Von hier mir wieder her. Noch immer, immer fällt der Thau, Doch zeigt als Reif er sich schon rauh; Das Feld, es grünt noch immer fort, Doch fahl ist's hier und dort. Und den ich suche, seh' ich stets In diesem Thale schweifen Und kann ihn nicht ergreifen. Seh' ich durchs Thal auf diesen Weg, Dann hemmt mich Fels und Waldgeheg', Und geh' ich auf dem andern Pfad, Verlier' ich, dem ich schon genaht.

    in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 93f.
  • Heide Köser : Schilf und Binsen
    in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 107f.
  • Friedrich Rückert (1788–1866): Die Suchende
    Noch immer immer grünt die Au, Doch hat sie fahle Streife; Noch immer immer fällt der Thau, Doch wird er schom zum Reife. Er weilt, nach dem ich suchend schweife, An diesem Fluß, ich weiß genau; Doch wo er weilt, ist was ich nicht begreife. Am Flusse geh' ich auf und nieder; Geh' ich hinauf, so ruft von unten er. Und wenn ich nieder gehe wieder, So ruft er mir von oben her. Noch immer immer fällt der Thau, Doch wird er schon zum Reife; Noch immer immer grünt die Au, Doch hat sie fahle Streife. Er weilt, nach dem ich suchend streife, An diesem Fluß, ich weiß, ich schau Ihn allerwerts, den ich doch nie ergreife. Wo ich den Fluß hinauf will streben, So halten mich Gebüsch und Klippen au Und lass' ich mich hinunter schweben, So trägt von dir mich weg der Lauf.

    in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 134f.
  • Victor von Strauß (1809–1899): Rätselhaft
    Das Rohr und Schilf wird völlig blau, Zum Reife wird der helle Thau. Und den ich meine, jener Mann, Er ist in dieses Flusses Au. Ich geh' stroman und folg' ihm nach; Der Weg ist weit und dazu rauh; Ich geh' stromab und folg' ihm nach –: Da sitzt er mitten in dem Wasser, schau! Das Rohr und Schilf gar frostig läßt, Noch ist der helle Thau nicht fest. Und den ich meine, jener Mann, Ist, wo der Fluß das Ufer näßt. Ich geh' stroman und folg' ihm nach; Der Weg ist rauh und steil sein Rest; Ich geh' stromab und folg' ihm nach –: Da sitzt er auf dem Holm im Fluß, ermeßt! Das Rohr und Schilf wird abgemäht, Bevor der helle Thau vergeht. Und den ich meine, jener Mann, Ist, wo am Fluß das Ufer steht. Ich geh' stroman und folg' ihm nach; Der Weg ist rauh und steinbesä't; Ich geh' stromab und folg' ihm nach –: Da sitzt er auf des Flusses Insel, seht!

    in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 212.

蒹葭蒼蒼,白露為霜。 所謂伊人,在水一方。 遡洄從之,道阻且長。 遡游從之,宛在水中央。 蒹葭萋萋,白露未晞。 所謂伊人,在水之湄。 遡洄從之,道阻且躋。 遡游從之,宛在水中坻。 蒹葭采采,白露未己。 所謂伊人,在水之涘。 遡洄從之,道阻且右。 遡游從之,宛在水中沚。