Ji ri 吉日
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 369f.
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Johann Cramer : Jagdlieder, 4. "An einem Glückstag beten wir zum Himmel"
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An einem Glückstag beten wir zum Himmel; Der Kaiser fährt auf Wagen wohlgeziert, Dran wohlgenährt die Ross' und schön geschirrt, Der Hügel dort umfasst des Wilds Gewimmel, Der, es zu hetzen, bald bestiegen wird. Der Tag Keng-U gehört zu guten Tagen, Und in Bereitschaft ist die Jagd gesetzt; Die Rehe werden zahllos schon gehetzt Am Fluß Tsi-Tsu, das ist des Kaisers Jagen, Da finden sie sich bald umnetzt. Die wald'ge Eb'ne wir noch von oben schauen, Wir eilen, weilen, halten unsern Stand, Die Thiere kommen paarweise schon gerannt; Laßt uns, Genossen, unsrer Kunst vertrauen, Recht zielen, schießen, Kaiserlust genannt. Ich spann' den Bogen, und der Pfeil enteilt; Ein Eber und ein Waldstier sind gefällt. Doch nicht für sich der Kaiser sie erwählt, Denn was ich schoß, bleibt mir auch zugetheilet, Dem Gast beim Weine sei es vorgestellt.–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 134f. –
in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 31. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Anderes Jagdlied "An einem Glückstag beten wir zum guten Geist"
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An einem Glückstag beten wir zum guten Geist; Die Wagen sind geschmückt, worauf der Kaiser reist, Die Rosse dran sind wohl gepflegt, Der Hügel dort ist eingehegt, Den wir besteigen, um das Wild zu hetzen. Der Tag Keng-U ist als ein guter Tag gezählt, Und alle Waffen sind zur Jagd mit Fleiß gewählt. Die Rehe drängen rudelweis Sich in den abgesteckten Kreis, Am Fluß Tsi-Tsu, zu unsers Kaisers Netzen. Vom steilen Hügel schaun wir über's wald'ge Land; Wir laufen, rennen, halten, nehmen unsern Stand. Die Thiere kommen zwei und zwei, Und drei und drei; Gesellen, bei! Helft schießend mir des Kaisers Sinn ergetzen. Ich spanne meinen Bogen und der Pfeil entfliegt; Ein kleiner Eber und ein großer Waldstier liegt. Der Kaiser nimmt es nicht für sich, Was ich geschossen bleibt für mich, Um einem Gast beim Wein es vorzusetzen.–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 193. -
Victor von Strauß (1809–1899): Lied der Jägermeister nach einer Jagd des Königs mit Gäasten und Fremden
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Am ungraden Tage, der günstigen Zeit, Da hat man geopfert, Gebete geweiht. Jagdwagen, sie waren auf's beste bereit, Und Hengstgespanne von Dauerbarkeit, Zu fahren hinauf zu den Berghöh'n weit, Und zu folgen den Rudeln auf hoher Heid'. Am siebenten Tage, als günstig erkannt, Da haben wir unsere Rosse gewandt, Und dort, wo des Wildes vereinigter Gang, Wo Hindin und Hirsch in Haufen sich fand Das Ufer des Thsi und des Thsiu entlang, Dort nahm der Himmelssohn seinen Stand. Und als wir hinab in die Ebene sah'n, Da waren an Menge sie gar ungemein; Sie rannten, sie schritten gemächlich darein, Die einen in Rudeln, die andern zu Zwei'n. Da führten wir all' die Gehülsen hinein, Ein Fest dem Himmelssohne zu weih'n. Und als wir unsere Bogen gespannt, Uns unsere Pfeil' auf die Sehnen gestellt, Da schossen wir hier die geringere Sau, Und ein Nashorn groß ward dorten gefällt. Die wurden den Gästen und Fremden verlieh'n, Und Süßweinspende dazu gesellt.–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 289f.
吉日維戊,既伯既禱。 田車既好,四牡孔阜。 升彼大阜,從其羣醜。 吉日庚午,既差我馬。 獸之所同,麀鹿麌麌。 漆沮之從,天子之所。 瞻彼中原,其祁孔有。 儦儦俟俟,或羣或友。 悉率左右,以燕天子。 既張我弓,既挾我矢。 發彼小豝,殪此大兕。 以御賓客,且以酌醴。