He ren si 何人斯

by Anonymous (Shijing)

Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)

Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 425-428.

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  • Johann Cramer : Zwiespalt unter Freunden
    Wer fährt so schnell an meinem Hause Vorüber mit Gerassel und Gebrause? Treibst du heran von Norden oder Süden? Ist dir nicht Zeit zu einem Gruß beschieden? Du hast nicht Zeit, wie's scheint, bei mir zu weilen, Doch früherhin sah man dich gar nicht eilen; Ich weiß, du hieltest an auf halbem Wege Zu deines Wagens und der Rosse Pflege. Kommst du, um freundlich bei mir anzuhalten, Dann sei willkomm, du findest hier den Alten; Doch kommst du nur, um schnell vorbeizufahren, So gabst du's auf, die Lieb' mir zu bewahren. Wir sind gewesen wie ein Paar von Brüdern, Wie Einklang in wohltönendem Erwiedern: Der Aeltre auf dem tiefen Basse spielend, Der Jüngre hellen Klang der Geig' erzielend. Zwei Fäden waren wir, an Farb' verschieden, Zu einer Schnur verflochten ganz in Frieden. Die Farben sich verschönernd gegenseitig; Wer hat uns aufgelöset schon so zeitig? Mit meinem höchsten Schwure ich begleite Das Wort: nicht bin ich Schuld an unserm Streite. Du hast geglaubt, was man von mir dir sagte, Doch nie mein Herz sich über dich beklagte.

    in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 158.
  • Victor von Strauß (1809–1899): Ist der alte Freund treulos geworden?
    Da war der Mann – wer wird es sein? Sein Herz muß sehr gefährlich sein. Warum verließ er meinen Damm, Und trat in meine Thür nicht ein? Und wer ist der, auf den er hört? Das ist doch wol der Pao, ich mein'. Geh'n beide Männer gleichen Weg, Wer that denn dieses Leid mir an? Warum verließ er meinen Damm, Und trat zum Beileid nicht heran? Im Anbeginne war es nicht wie jetzt, Daß ich ihm nichts mehr gelten kann. Da war der Mann – wer wird es sein? – Was mocht' er meinen Hofweg geh'n? Ich hörte seiner Stimme Laut, Ihn selber hab' ich nicht geseh'n. Der kann vor Menschen nicht in Scham, Kann nicht in Scheu vor'm Himmel steh'n. Da war der Mann – wer wird es sein? Dem Wirbelwinde gleichet er. Warum von Norden kam er nicht? Weswegen nicht von Süden her? Warum verließ er meinen Damm? Und machte nur mein Herze schwer. Wenn du des Wegs gemächlich fährst, Dann fehlt die Zeit für's Halten dir; Wenn du des Wegs in Eile fährst, So hast du Zeit für Wagenschmier' Daß du nur Einmal zu mir kämst! Warum erharr' ich's mit Begier? Kämst du zurück und triffst nicht ein, Würd' ich mein Herz erleichtert seh'n. Kommst du zurück und triffst nicht ein, Ist schwer dieß Nichtthun zu versteh'n. Daß du nur Einmal zu mir kämst! Das würde mir zur Ruh gescheh'n. Der Ält're blies die irdne Flöte, Der Jüng're blies die Flöt' aus Rohr; Ich war mit dir wie aufgefädelt. Und wenn ich dein Vertrau'n verlor, So bring' ich die drei Opferthiere, Und leiste dir den Eid davor. Wärst du ein Geist, ein Flußgespenst, Wol unerreichbar wärst du dann. Schaut man in Aug' und Angesicht, So sieht man auch den ganzen Mann. – Drum macht' ich dieses gute Lied, Das Dreh'n und Winden abthun kann.

    in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 328-330.

彼何人斯,其心孔艱。 胡逝我梁,不入我門。 伊誰云從,誰暴之云。 二人從行,誰為此禍。 胡逝我梁,不入唁我。 始者不如,今云不我可。 彼何人斯,胡逝我陳。 我聞其聲,不見其身。 不愧于人,不畏于天。 彼何人斯,其為飄風。 胡不自北,胡不自南。 胡逝我梁,祇攪我心。 爾之安行,亦不遑舍。 爾之亟行,遑脂爾車。 壹者之來,云何其盱。 爾還而入,我心易也。 還而不入,否難知也。 壹者之來,俾我祇也。 伯氏吹壎,仲氏吹篪。 及爾如貫,諒不我知。 出此三物,以詛爾斯。 為鬼為蜮,則不可得。 有靦面目,視人罔極。 作此好歌,以極反側。