四言詩 (其十一) "微風清扇"
Ji Kang 嵇康 (223–262)
微風清扇。雲氣四除。
皎皎亮月。麗於高隅。
興命公子。攜手同車。
龍驥翼翼。揚鑣踟蹰。
肅肅宵征。造我友廬。
光燈吐輝。華幔長舒。
鸞觴酌醴。神鼎烹魚。
絃超子野。歎過綿駒。
流詠太素。俯讚玄虛。
孰克英賢。與爾剖符。
Gedicht ohne besonderen Titel Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 530f.
Eine leichte Brise weht kühl einher; Wolken und Dünste verschwinden in allen vier Himmelsrichtungen.
Glänzend hell scheint der klare Mond; in herrlicher Schönheit hängt er am hohen Firmament.
Mein Freund kommt mich (zu einem Fest) abholen; Hand in Hand steigen wir auf denselben Wagen.
Die drachenähnlichen Pferde schreiten gemessen vorwärts; ihre Köpfe aufwerfend gehen sie langsam weiter.
Schweigend geht die Fahrt durch die Nacht; wir begeben uns zur Wohnung meines Freundes.
Glänzende Lampen verbreiten helles Licht; bunte Vorhänge sind überall herabgelassen.
In Phönixbechern wird Wein kredenzt; in herrlichen Dreifüssen befinden sich gebackene Fische.
Musik wird abgespielt, schöner als jene des Musikmeisters Shih K'uang; Lieder werden vorgetragen, herrlicher als jene des Mien Chü (Legge II 434).
Rückhaltlos werden die alten einfachen Zeiten besungen und ehrfurchtsvoll das Tao des Lao-tzu gepriesen.
Wer könnte in Vortrefflichkeit wohl mit Dir verglichen werden?