宣城郡內登望詩
Xie Tiao 謝朓 (464–499)
借問下車日。匪直望舒圓。
寒城一以眺。平楚正蒼然。
山積陵陽阻。溪流春穀泉。
威紆距遙甸。巉嵒帶遠天。
切切陰風暮。桑柘起寒煙。
悵望心已極。惝怳魂屢遷。
結髮倦為旅。平生早事邊。
誰規鼎食盛。寧要狐白鮮。
方棄汝南諾。言稅遼東田。
In meiner Präfektur besteige ich [die Stadtmauer] und halte Ausschau Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 554f.
Ich frage mich, ist etwa seit meinem Amtsantritt hier erst ein Vollmond gewesen (oder schon ein ganzes Jahr).
Wenn ich jetzt im Herbste von der kalten Stadtmauer über das Land schaue, sehe ich gerade überall die Vegetation grau und verblichen (vgl. dagegen Legge IV 195).
Unter den ragenden Bergen (vor mir) befindet sich der mächtige Ling-yang-Berg; unter den rauschenden Flüssen (vor mir) fällt mir die Ch'un-ku-Quelle auf.
Dieser Wasserlauf eilt in Windungen bis in entlegene Distrikte; jener hohe Berg besetzt den fernen Horizont.
Wild braust abends der unwirtliche Wind; aus Maulbeerbäumen und Eichen erheben sich kalte Nebel.
Mein Herz fühlt sich durch diesen traurigen Anblick äusserst betrübt; meine Seele ist infolge der wiederholten Übersiedlungen (als Beamter) in Verzweiflung.
Seit meinem 20. Lebensjahr stets auf der Wanderschaft, bin ich dessen schon überdrüssig; noch ein Jüngling habe ich schon an der Grenze gedient.
Wer kümmert sich um das reichliche Essen in den Dreifüssen? Ist es mir etwa um einen neuen Fuchspelz zu tun? (d.h. wozu noch weiter Beamter bleiben?)
Ich möchte [meine Stellung als Präfekt] niederlegen, wo doch meine ganze Arbeit nur im Jasagen besteht, [wie einst beim Präfekten Tsung Tzu von] Ju-nan (Shanghaier BD 560); und ich möchte (ähnlich wie Kuan Ning; BD No. 1007) in Liao-tung ein Feld pachten (um dort als Einsiedler zu leben).