同謝諮議詠銅爵臺
Xie Tiao 謝朓 (464–499)
繐幃飄井榦。樽酒若平生。
鬱鬱西陵樹。詎聞歌吹聲。
芳襟染淚迹。嬋娟空復情。
玉座猶寂寞。況乃妾身輕。
Gleichzeitig mit Zensor Hsieh Ching verfasse ich ein Gedicht über den Söller des Bronzevogels Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 372.
Das Musselin-Netz des auf dem Söller aufgestellten Bettes des Kaisers Wei Wu-ti (Ts'ao Ts'ao) flattert im Winde; vor dem Bette stehen Weinbecher wie zu Lebzeiten des Verstorbenen.
Üppig stehen die Bäume auf dem westlichen Grabhügel; können sie etwa (d.h. der dort begrabene Kaiser) die auf dem Söller gespielte Musik hören?
Die duftenden Gewänder (der Musikerinnen) sind voll von Tränenflecken; umsonst verschwenden die Schönen im Spiel ihre Liebe.
Der Thron des Kaisers bleibt leer und schweigend; und seine [früheren] Nebenfrauen (eben jene Musikerinnen) wissen nicht, wo ihre leichten Körper eine Stütze finden könnten.